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Rassetypische Krankheiten
Die Behandlungsmethoden sind vielfältig, sollte aber jedenfalls unter tierärztlicher Aufsicht erfolgen. Fehlbehandlungen kosten Leben! Am Ende habe ich dann einige kleine Hilfsmittel, Tees o.ä angeführt und deren Wirkung erklärt. Diese einfachen Mittel sollten Sie keinesfalls unterschätzen, generell ist die Homöopathie bei gut gehaltenen Tieren ein wesentlich besseres Heilverfahren als die leider immer wieder verabreichten Antibiotika-Bomben die man nur im absoluten Notfall anwenden soll.
Mehr: http://www.border-wiki.de/index.php/Gesundheit Knochenkrankheiten beim Hund
Hüftgelenksdysplasie (HD): Hierbei handelt es sich um eine degenerative Skeletterkrankung die vornehmlich bei schwereren Rassen vorkommt. Beim Border tritt dies erst seit wenigen Jahrzehnten auf. Dabei verändern die Kugelköpfe der Hinterläufe ihre Stellung in der Gelenkpfanne des Hüftgelenks. HD führt zu eingeschränktem Bewegungsablauf, mit fortschreitendem Alter verschlechtert sich der Zustand des Tieres.
Ellenbogengelenk-Dysplasie (ED): Immer mehr mittelgrosse (und grosse Hunde) leiden in jüngster Zeit an Ellenbogengelenk-Dysplasie die in verschiedenen , nachfolgend kurz beschriebenen Arten auftritt:
OCD (Osteo Chondrose Dissecans): Knorpel-Knochen-Erkrankung. FPC (Fragmentierter Processus Coronideus medialis): gebrochener innerer Kronenfortsatz. IPA (Isolierter Processus Anconaeus): gelöster Krümmungsfortsatz des Ellenbogenhöckers
Diese pathologischen Veränderungen werden unter dem Kürzel ED zusammengefasst und können einzeln aber auch alle zusammen gleichzeitig auftreten – fast immer ist Calcium-Überschuss in der Wachstumsphase mit die wichtigste Ursache.
Mögliche Ursachen für ED: 1. Zu viel hochwertiges Futter, Vitaminpulver oder Calciumgaben an die Welpen oder die Mutter während der Säugezeit 2. Überbelastung in der Wachstumsphase im ersten halben Lebensjahr 3. Sprünge, Stürze, Verstauchungen und Brüche 4. Erbliche Veranlagungen (nicht eindeutig nachgewiesen)
OCD: Tritt nach derzeitigem Wissensstand durch zu reichhaltige, calciumreiche Ernährung in der Wachstumsphase auf (Welpenfutter, Vitamingaben, Calciumgaben) und äußert sich in einer mangelhaften Verknöcherung der Knorpelmasse in den Gelenken. Die Gelenke sehen verdickt aus, bleiben Druckempfindlich und halten der Gewichtsbelastung nicht stand (zittrig). Die Tiere stehen mit nach außen gedrehten Beinen da. In manchen Fällen kann sich ein Knorpelteil von der Unterschicht des Gelenks teilweise oder auch ganz ablösen und lose im Gelenk verbleiben. Der darunter liegende Knorpel verwächst nicht mehr und es entsteht starker Verschleiss des Gelenkes verbunden mit Schmerzen für das Tier. OCD zeigt sich meistens schon in den ersten drei bis sechs Monaten und tritt überwiegend bei Rüden auf. Eine Operation ist notwendig, garantiert aber keine vollkommene Heilung.
FPC: An der Innenseite des Ellenbogens befindet sich direkt an der Elle ein Kochen-Stückchen (Processus Coronoideus). Wenn dieses Teil in der Wachstumsphase nicht richtig verknöchert, ist es instabil und kann sich von der Elle ltrennen, um dann lose im Gelenk bleiben. Dieses abgelöste Teil verursacht starken Verschleiss im Gelenk (Arthrose). Die Probleme treten wenn, dann meistens im ersten Lebensjahr ab dem dritten Monat auf und zumeist bei beiden vorderen Extremitäten. FPC kann operativ behandelt werden und ist leicht heilbar, wenn es rechtzeitig erkannt wird
IPA: Hierbei handelt es sich um die Abtrennung des Krümmungsfortsatzes des Ellenbogenhöckers (Processus Anaconaeus). Dieser ist nur durch Knorpelmasse mit dem Knochen verbunden und somit an dieser Stelle gegen mechanische Einwirkung geschwächt. Der Processus Anconaeus (PA) kann sich in der Wachstumsphase lösen, in 30 Prozent der Fälle kommt dies dann beidseitig vor. Der abgelöste Teil muss operativ entfernt werden. Eine Verbesserung des Zustandes zeigt sich relativ rasch, wenn der Verschleiss noch nicht zu fortgeschritten ist.
CR: (Caput Radius Erkrankung) Eine weitere Störung im Ellenbogengelenk kann das ungleiche Längenwachstum von Speiche (Radius) und Elle (Ulna) sein. An deren Ende sitzt das Radiusköpfchen (Caput radii) Sind Speiche und Elle unterschiedlich lang bildet sich eine Stufe und das Caput Radii kippt seitlich wodurch das Bein beim Gelenk einen Knick bekommt. Dieser Zustand kann sich während des Wachstums von selbst normalisieren. Wenn der Defekt zu stark auftritt oder erst beim bereits erwachsenen Tier festgestellt wird, muss er operativ behandelt werden. Hierbei wird ein Stück der Speiche entfernt und heilt i.A. vollständig aus, das Bein ist normal belastbar.
Sacrodynie: Rückenschmerzen der Hunde. Sacrodynie bedeutet: Schmerz aus dem Iliosacralgelenk. Man unterscheidet 2 Hauptformen der Veränderungen im Ilioscralgelenk: die funktionelle und die degenerative Form. Zunächst zur funktionellen Form: Sie ist eine häufige Begleiterscheinung bei Bandscheibenvorfällen (infolge Schonhaltung durch Schmerz,kennen wir wohl alle) und tritt meist in Erscheinung nach der Therapie eines Vorfalles (mittels PRT, PDK oder Op). Begünstigenden Faktoren sind Rechts-Links Lahmheiten unterschiedlichster Genese (Arthrosen der Hüftgelenke, der Kniegelenke) und entstehen bei der Schutzhundausbildung und anderen Extrembelastungen, also posttraumatisch und- postpartal. Dann gibt es noch die degenerative Form: Man findet sie bei Arthrose des Iliosacralgelenkes durch Rheuma oftmals bei auf Steinböden gehaltenen Tieren. Die Sacrodynie ist bei Borders leider häufiger, als man denkt – der Modesport Agility ist bei häufiger Ausübung eine Ursache dieser Erkrankung, noch mehr aber Flyball oder Frisbee da der Hund sich beim Sprung stark in der Längsachse verdreht und so mit einseitiger, unnatürlicher Belastung am Boden auftrifft. Andere Erkrankungen
Epilepsie: (selten) Ist eine chronische Erkrankung des Gehirns, die sich durch immer wiederkehrende Krampfanfälle äußert. Epilepsie kann auch durch einen Tumor ausgelöst werden. Heilung leider nicht möglich.
Hodenhochstand: Einer oder beide Hoden befinden sich nicht im Hodensack. Für den Hund kein Problem, nur bei der Zucht ein Hindernis
CL: Cleft Lip – genetisch bedingte Gaumen- Lippenspaltung. Bei zu starker Ausprägung ist eine Operation notwendig.
Erbrechen: Eine mögliche Ursache für Erbrechen ist – gerade bei jungen Hunden - grosse Aufregung wie erste Autofahrten oder dass er sich überfressen hat. In diesem Fall erbricht er normalerweise nur einmal. Nur häufigeres, also mehr 2-3x erfolgendes Erbrechen deutet auf eine mögliche Vergiftung (s.u.) oder andere schwere Störungen hin. Aber auch ein Fremdkörper in Rachen, Hals oder Magen kann den Würgereiz auslösen, typisch sind Schweineborsten die auf Futterohren verblieben sind und sich im Hals verklemmen. Der Reckreiz verschwindet nach Entfernung. Im Magen befindliche Knochenreste oder Steine will der Hund absichtlich erbrechen – dazu frisst er z.b. Gras, dessen unverdauliche lange Fasern einen Brechreiz auslösen. Gelingt dies nicht, sollten Sie den Tierarzt konsultieren, auch bei der Beobachtung, das ein Gegenstand geschluckt wurde. WICHTIG – vor allem bei jungen Tieren: vermissen Sie ein Stück Plastik (Flaschenverschluss) oder weichen Kunststoff (plastiksackerl o.ä.) bzw. alles was sich stärker dehnt, unbedingt zum Röntgen. Sperrige Dinge können zu einem Magen/Darmverschluss führen wogegen dehnbare sich im Darm ausdehnen und zu schweren Verschlüssen führen, die nur durch eine Operation behoben werden kann.
Futtervergiftung: Typische Ursache für schweres Erbrechen (und Durchfall, s.u.) ist die Vergiftung. Vergiftungserscheinungen können durch verdorbenes Futter (älteres Dosenfutter) oder „Menschenessen“, also salzige bzw. gewürzte Speisen auftreten. Häufig sind auch Tierkadaver oder – im schlimsten Fall – absichtliche Vergiftungen die Ursache die leider recht häufig vorkommen. Symptome für eine Futtervergiftung können Fieber, Würgen und Erbrechen, blutiger Durchfall, starker Durst, Blähbauch und überhaupt ein gestörtes Allgemeinbefinden sein. Die Hunde jammern auch und suchen Ihre Nähe. Derart angezeigte starke Vergiftungen keinesfalls versuchen mit Hausmitteln zu kurieren sondern sofort zum Tierarzt.
Durchfall: Als Durchfall bezeichnet man die Darmentleerung in wässriger oder dünnbreiiger, oft schleimiger Form. Ursachen sind vielfältig: Eine Schwächung des Allgemeinbefindens durch z.B.eine Unterkühlung (Welpen, Jungtiere) oder grosse Belastung wie z.B. Medikamente ziehen immer Durchfall nach sich. Hier ist der Kot nur ein bis zweimal dünnflüssig, pendelt sich rasch wieder ein. Tritt der Durchfall nach einem Spaziergang oder einem Aufenthalt im Garten auf, eventuell noch mit Recken/Erbrechen begleitet ist eine Vergiftung höchstwahrscheinlich –unbedingt sofort zum Tierarzt! Auch Darmparasiten führen zu Durchfall; da manche wie die Coccidien (mikroskopisch kleine Parasiten) vor allem bei Jungen oder kleine Tieren lebensbedrohlich sind, empfiehlt sich auch hier ein Gang zum Tierarzt.
Darmblutung: Blut im Hundekot ist IMMER dramatisch. Erkennbar ist es an einer sehr dunklen Färbung, bei Durchfall fast schwarz. Dies deutet auf eine Darmblutung hin wobei dunkle Blutreste Blutungen im oberen Dickdarm, Dünndarm oder Magen bedeuten. Ursache dafür können Fremdkörper, Geschwüre, Parasiten oder auch Vergiftungen sein. Helles Blut deutet auf eine Entzündung im Enddarm oder der Afterregion, zum Beispiel der Afterdrüsen, hin. Da Darmblutungen ein Hinweis auf schwere Erkrankungen wie perforation, Toxoplasmose und Leptospirose sein können, sollte unbedingt sehr rasch ein Tierarzt konsultiert werden.
Afterdrüsenentzündung: Die Anal- oder Afterdrüsen befinden sich unterhalb des Afters. Durch Darmerkrankungen kann es zu einer Entzündung dieser Drüsen kommen. Der Hund versucht, durch Lecken, Beißen oder Kratzen in der Aftergegend oder auch durch das so genannte "Schlitten fahren" von den Schmerzen zu befreien. Dadurch kommt es aber erst recht zu mechanischen Verletzungen und Reizungen, was meist zu einer Abszessbildung fürht. Eine Afterdrüsenentzündung kann Homöophatisch oder duch Salben behandlet werden, bei längerem Anhalten der Beschwerden oder ein Abszess muss vom Tierarzt behandelt werden.
Gelbsucht: Bei Gallensteinen, Geschwüren oder einer durch Spulwürmer geschädigten bzw. verstopften Galle kann es zu Gelbsucht kommen. Auch Infektionen, Vergiftungen oder Leberschäden sind mögliche Ursachen. Typisch für dieses Krankheitsbild ist eine Gelbfärbung der Augen. Der Kot der an Gelbsucht erkrankten Tiere ist meist eher grau und sieht irgendwie fettig aus. Unbehandelt fürht Gelbsucht führt zu Schwäche, Teilnahmslosigkeit und letztlich zum Tod.
Magendrehung: Dies ist bei Border Collies bisher eher kaum aufgetreten. Ursache könnte sein, wenn der Hund kurz nach dem Fressen größerer Mengen angestrengt wird. Der Magen dreht sich in der Längsachse und verschliesst so die Magenöffnungen. Der Hund reagiert sofort mit Unruhe, er steht immer wieder auf, dreht sich und legt sich wieder hin, versucht auch zu erbrechen. Der Bauch schwillt durch die erfolgende Gärung des Mageninhaltes rasch an. Da diese Erkrankung innerhalb von zwei Stunden zum Tod führen kann, ist eine sofortige Notoperation zur Rettung des Hundes notwendig.
Blasenentzündung/ Blasensteine: Ist der Harn des Hundes stark riechend oder enthält Eiter oder Blut, liegt wahrscheinlich eine Blasenentzündung vor. Eine Blasenentzündung kann durch Bakterien oder eine Erkältung ausgelöst werden. Zudem können sich Blasensteine bilden, die im schlimmsten Fall die Harnröhre verstopfen. Bei einer Blasenenzündung zeigt der Hund auffälliges, zögerndes Verhalten beim Wasser-lassen.
Gebärmutterentzündung: Ursache ist meist eine bakterielle Entzündung. Symptome sind Fieber und eitrigen oder klebrigen Ausfluss aus der Vagina, die Hündin ist sehr niedergeschlagen und sucht auffällig Schutz bei ihrem Besitzer. Da eine Entzündung fast immer auf das Bauchfell übergreift, muss die Hündin sofort behandelt werden, da sonst keine Rettung mehr möglich ist. Leider ist nur eine Totaloperation (Entfernung der Gebärmutter) die einzige Heilungschance.
Parasiten (Endo- Ektoparasiten)
Gleich, wie sorgsam Sie Ihren Hund pflegen, bei den täglichen Spaziergängen und den Begegnungen mit anderen Tieren besteht die Gefahr, dass sich Hunde mit Parasiten anstecken und krank werden.
Die typischen, verbreitet Parasiten sind A) äußerlich Flöhe, Milben und Zecken (Ektoparasiten) B) innerlich Spulwürmer und Hakenwürmen usw. (Endoparasiten).
Ektoparasiten
Flöhe stechen durch die Haut des Tieres und saugen Blut, wobei Speichel übertragen wird. Der Speichel kann Allergien auslösen, die zu starkem Juckreiz führen. Der Hund kratzt sich derart heftig, dass es zu Hautverletzungen kommt, die sich entzünden. Haarverlust und nässende Stellen sind die Folge.
Bei Milben ist die Ohrmilbe die häufigste. Ohrmilben leben im Gehörgang und in der Ohrmuschel der Tiere. Die Milben ritzen die Haut des Ohrkanals an. Starker Juckreiz, häufiges Kopfschütteln und vermehrte Bildung von Ohrenschmalz sind die häufigsten Symptome. Bei ausbleibender Behandlung kann es zur Verletzung des Trommelfells bis hin zu einer folgenschweren Mittelohrentzündung kommen.
Zecken treten hauptsächlich in zwei Arten auf – die Lederzecke und die Schildzecke. Lederzecken sind Standorttreu, d.h. leben an den Plätzen, die die Tiere oft aufsuchen um zu schlafen. Sie übertragen Fieberkrankheiten, sind aber eher selten. Üblich ist die Schildzecke, die in nicht zu trockenen Biotopen lebt und auf Wirte wartet. Die Zecken stechen durch die Haut und übertragen mit dem Speichel mehrere Krankheitserreger wie die Erreger von Lyme-Borreliose, granulozytäre Ehrlichiose, Früh-Sommer-Meningo-Enzephalitis (FSME), Tularämie und andere.
Endoparasiten
Würmer entziehen dem Tier Nährstoffe, Blut und belasten den Stoffwechsel. Hierbei sind besonders Welpen gefährdet, denn ihr Abwehrsystem ist noch nicht voll ausgebildet. Nicht zuletzt können hier Erkrankungen wie Fieber, Muskel- und Gelenkschmerzen, Leber- sowie Lungenentzündung bis hin zu Sehstörungen und zahlreichen allergischen Reaktionen ausgelöst werden.
Vorsicht ist vor allem bei vermuteten Coccidienbefall anzuraten, dieser kann besonders bei jungen Tieren verheerende Folgen haben. Erst kürzlich ist mir ein Fall bekannt geworden, wo vermutlich zu spät erkannter Coccidienbefall eines Welpen schwere Orientierungsstörungen durch Störungen des Mittelohres verursachte. Im Kot sind diese Einzellingen Parasiten nicht sichtbar, zeigen sich aber symptomatisch durch Durchfall begleitet von Blähungen, auch geblähtem Unterbauch und manchmal leichten Blutspuren im Kot.
Infektionen
Borreliose: Eine durch Zecken übertragende bakterielle Infektion. Die Krankheit macht sich erst Wochen oder Monate nach dem Zeckenbiss bemerkbar. Anzeichen sind: Lahmheit, Mattigkeit, Appetitlosigkeit, Fieber. Vorbeugen lässt sich die Krankheit durch einen Impfstoff, der bevorzugt in der kalten Jahreszeit gegeben werden sollte.
Staupe: Eine der bekanntesten Infektionskrankheiten und tötet trotz Impfmöglichkeit noch immer viele Tiere. Typische Anzeichen: Lahmheit, Mattheit, Appetitlosigkeit, Fieber, Augentränen, Nasenausfluss, Durchfall, Erbrechen, Lungenkatarrh, Lähmungen und Krampfanfälle.
Hepatitis: Die Hepatitis ist eine Leberentzündung und nicht auf den Menschen übertragbar. Dennoch ist sie eine sehr ansteckende und lebensgefährliche Erkrankung für die Vierbeiner. Sowohl kranke, als auch gesund scheinende Hunde sind Überträger der Erkrankung. Genesene Hund scheiden noch über einen langen Zeitraum Viren aus. Anzeichen: Fieber, Mattigkeit, Appetitlosigkeit, Augen-, und Nasenausfluss, Erbrechen und gelegentlichem Durchfall.
Leptospirose: Diese Hundeseuche ist eine äußerst gefährliche Krankheit und wird durch Bakterien hervorgerufen, die Tiere und Menschen betreffen können. Infektionsquellen sind u.a. Ratten und Mäuse, wobei schon der Kot der Tiere eine Ansteckung hervorruft. Der Erreger ist lange Zeit überlebensfähig und kann sich auch in Pfützen halten, aus denen der Hund dann trinkt. Ca. ein bis zwei Wochen nach der Infektion kommt es zu ersten Anzeichen für diese Krankheit. Plötzliche Schwäche, Futterverweigerung, Atembeschwerden, häufiger Harnabsatz, blutiger Durchfall, Erbrechen, hohes Fieber sowie gesteigerter Durst. Ebenso ist die Gelbfärbung der Zunge und der Schleimhäute ein Anzeichen dieser Erkrankung. Die Leptospirose kann chronische Nierenschäden hinterlassen.
Parvovirose: Diese Krankheit ist fast immer tödlich. Die Erreger werden über den Kot eines erkrankten Tieres ausgeschieden und extrem langlebig. Jeder Kontakt - auch durch unsere Schuhe - trägt zu einer Übertragung der Vieren bei. Symptome sind zu Beginn Fieber und Mattheit. Später folgen Erbrechen und schwerer blutiger Durchfall. Bei Hunden, die eine Erkrankung überleben, können dauerhafte Herzschäden zurückbleiben. Schutz: mindestens zweifache Impfung.
Coronavirusinfektion: Hierbei handelt es sich um eine erst seit kurzem bekannte, hochansteckende Darminfektion. Die Krankheit kann Hunde jeden Alters befallen. Das Virus verursacht besonders bei jungen Hunden Fressunlust, wässrigen Durchfall mit Blutbeimengung und Erbrechen. Die Krankheit ist nur schwer von der Parvovirose zu unterscheiden, die jedoch in der Regel weitaus schwerer verläuft. Die Ansteckung mit dem Coronavirus erfolgt durch Kontakt mit Kot, der von infizierten Hunden ausgeschieden wird. Gegenmittel derzeit nicht bekannt.
Virushusten: Der sogenannte "Zwingerhusten" ist eine Erkrankung der Luftröhre und der Bronchien. Die Zwingerhaltung hat damit aber nichts zu tun, da grundsätzlich jeder Hund betroffen sein kann, in ZHwingern werden Infektionen aber sehr leicht virulent verbreitet. Ursache für diese Erkrankung sind bestimmte Virenarten, wie das Parainfluenzavirus und der Staupevirus. Das Allgemeinbefinden des Hundes wird bei dieser Krankheit beeinträchtigtund es kommt zu trockenem Husten oder Lungenentzündung.
Tollwut: Die Tollwut ist für den Hund eine tödliche Bedrohung. Sie wird durch den Biss eines infizierten Tieres z.B. Fuchs, wilde Hunde aber auch Marder, Frettchen, Katzen - ja sogar Hamster oder Kaninchen übertragen. Zunächst zeigen sich Lichtempfindlichkeit, Übellaunigkeit und Appetitlosigkeit. Dann folgen Beißlust und Lähmungen. Infizierte Tiere müssen sofort getötet werden. |